Osteomyelitis, Knochenkrebs und Knochenmetastasen
Definition und Pathophysiologie
Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis) bezeichnet eine infektiöse Entzündung des Knochenmarks und des umgebenden Knochens. Knochenkrebs umfasst primäre maligne Tumoren wie Osteosarkom und Ewing-Sarkom. Knochenmetastasen entstehen, wenn maligne Zellen aus einem Primärtumor in den Knochen streuen.
Osteomyelitis
Ursachen
- Hämatogene Streuung bakterieller Erreger
- Direkte Kontamination bei Frakturen oder Operationen
- Chronische Infektion durch Diabetes oder Gefäßkrankheiten
Symptome
- Starke lokale Schmerzen und Druckschmerz
- Schwellung, Rötung und Überwärmung
- Fieber und erhöhte Entzündungsmarker
Knochenkrebs
Primäre maligne Knochentumoren
- Osteosarkom: häufig bei Jugendlichen
- Ewing-Sarkom: kleine rundzellige Tumoren
- Chondrosarkom: aus Knorpelgewebe
Knochenmetastasen
Häufige Primärtumoren
- Mamma-, Prostata- und Lungenkarzinom
- Nierenzellkarzinom und Schilddrüsentumoren
Beschwerden
- Knochen- und Rückenschmerzen
- Pathologische Frakturen
- Hyperkalzämie-Symptomatik
Diagnostik
- Labor: CRP, BSG, Kalzium, Tumormarker
- Bildgebung: Röntgen, MRT, CT, Knochenszintigraphie
- Biopsie zur histologischen Sicherung
Therapeutische Ansätze
- Osteomyelitis: Antibiotika, chirurgisches Débridement
- Primäre Tumoren: Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie
- Knochenmetastasen: Bisphosphonate, Denosumab, palliative Therapie
- Analgesie: NSAR, Opioide, orale und parenterale Anwendung
Prävention und Nachsorge
Regelmäßige Kontrollen, gute Wundhygiene und optimierter Glukosestoffwechsel bei Diabetes vermindern das Risiko chronischer Osteomyelitis. Nach onkologischer Therapie ist eine Knochendichtemessung essenziell.
Rolle der Adler-Apotheke
Die Adler-Apotheke berät zu entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten, kontrolliert Wechselwirkungen und fördert Vitamin-D- sowie Kalzium-Supplements für den Knochenstoffwechsel.